In der Kultur der Aborigines geht es beim Brotbacken nur in zweiter Linie um das Vermengen von Mehl und Wasser. Vielmehr sind es die Geschichten und Scherze, die bei der Herstellung geteilt werden, die dem Brot seine Würze verleihen.
Die enge Verbindung zu unserem Land bestimmt auch die Art und Weise, wie wir damit umgehen. Unsere traditionellen Getreideanbaumethoden sind nicht nur darauf ausgerichtet, den Körper mit Nahrung zu versehen, vielmehr wird auch der Boden gehegt und gepflegt. Känguru- und Wallaby-Gräser werden seit 65.000 Jahren in diesen Urlandschaften kultiviert. Sie sind glutenfrei und werden ohne Bewässerung und Pestizide angebaut.
Sowohl in früheren Zeiten als auch heute geht es uns beim Brechen des Brotes vor allem um die Beziehungen zu den Menschen und den Orten, die wir lieben.
Dhuuyaay zeigt eine der vielen Rollen der Yuwaalaraay-Frauen als Hüterinnen des Dhuuyaay (Firestick-Farming), das bei Zeremonien, aber auch im Alltag eingesetzt wird. Es weist auf die wichtige Rolle des Feuers bei der Bewirtschaftung und Pflege des Bodens und der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts in der Natur hin.
Für die Aborigines ist das Vorhandensein von einheimischen Gräsern in einem Lebensraum ein Zeichen für die Gesundheit des Bodens, und großflächige Graslandschaften wurden durch gezielt angelegte Brände („Cool Burning“) oder Firestick-Landwirtschaft sorgfältig gepflegt. Auf diese Weise wurde die Vegetation im Gleichgewicht gehalten und neues Wachstum angeregt. Diese Praktiken wurden über viele Hunderte von Generationen verfeinert, und viele Aborigines-Gemeinschaften führen diese Praktiken noch heute in ganz Australien weiter. Manche dieser alten Bräuche erleben sogar eine Wiederbelebung, da man ihre Relevanz für die heutige Landwirtschaft inzwischen anerkennt.
Firestick-Farming ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie das traditionelle Wissen und die landwirtschaftlichen Praktiken der australischen Ureinwohner die Nahrungsmittelversorgung für ihr Volk und die einheimischen Tiere durch Förderung des Wachstums von essbaren bodennahen Pflanzen sicherten. Dieses traditionelle Wissen wird nun in die ganze Welt exportiert, um Böden in Ländern wie Argentinien und Namibia zu bewirtschaften.
Sage-Geräte werden am Sage-Hauptsitz in Alexandria (Sydney) designt und entwickelt. Der Hauptsitz befindet sich auf Gadigal-Land, das sowohl von der Gadigal-Gemeinschaft als auch von Angehörigen der Gamayngal, Bideagal und Gweagal-Völker jahrtausendelang genutzt wurde. 6.000 Jahre alte Knochen erlegter Dugongs und ein über 10.000 Jahre alter Lagerplatz in der Nähe von Wolli Creek zeugen von dieser weit zurückreichenden Verbindung.
Wir achten und würdigen die Gadigal-Gemeinschaft, die Wächter des Landes und des Wassers, auf dem wir arbeiten, sowie ihre Esskultur, die wir durch das Teilen dieser Werke mit Australien und der Welt unterstützen möchten.